Izere ist das ruandische Wort für Hoffnung - Hoffnung ist Aufrichten
Der Eine hat es gesehen, der Andere kennt es aus Erzählungen und Berichten. Den Völkermord in Ruanda. Der Eine malt klare, sanfte Bilder, der Andere malt das Chaos. Und Beide malen ein Bild zum gleichen Thema. Gemeinsam. Der erste Entwurf zeigte eine ruandische Landschaft. In rotbraunen Erdtönen. Im Vordergrund ein paar weiße Holzkreuze.
Wie kann man nun in dieses Bild das Thema "Wenn Richten,.. dann Aufrichten" bringen? Was hat dieses Thema überhaupt mit dem Völkermord zu tun? Wie kann man es verbinden? Die Antwort sah einfach aus, auch wenn sie zwei Monate dauerte: "hier ist die Skulptur und auf dem Bild liegt sie in den Hügeln". Eine ganz neue Idee war geboren. Nicht mehr das Thema des Völkermordes stand im Vordergrund, sondern das Thema, wie ein Land sich selber "Aufrichtet". Wie dieses Land nach den hundert Tagen des Mordens es schafft, sich selber wieder auf zu richten. Ein Land in dem 1994 sechs Menschen innerhalb einer Minute getötet wurden. Kinderköpfe rollten im Minutentakt über die Straßen. Der Schrei vergewaltigter Frauen hat 100 Tage über dem Land gelegen. Das Jammern der Sterbenden unerträglich. Das Land Ruanda, die Bewohner Ruandas richten sich jetzt aber selber auf. In Grenzgebieten gibt es das Morden immer noch. Fast jede Nacht. Aber das Land richtet sich auf. Für eine Zukunft, die die Vergangenheit überwindet. Peter H. Kalb und Axel Flitsch ist es gelungen, dies in einem Bild darzustellen. Und das Bild trägt den Titel "IZERE"....Hoffnung
KommentareGeschrieben von Patricia Netto am 02.09.2011 11:15 UhrWer diesen Artikel verfasst hat, kann wohl nie selbst in Ruanda gewesen sein...Geschrieben von Axel Flitsch am 10.09.2011 18:56 UhrWieso nicht?Geschrieben von Melek Baydar am 02.10.2011 14:01 UhrJedes Kunstwerk, welches sich mit dem Thema Leid, Unterdrückung, Unmenschlichkeit, Krieg... auseinandersetzt, setzt ein gesellschaftspolitisches Zeichen und das Motiv des Künstlers ist ein edles, "die Menschen wach zu rüttel, die Welt zu verbessern"...Ich versuche dies in meinen Werken auch! http://www.melek-baydar.com Geschrieben von Ivo Loretz am 13.10.2011 05:42 Uhrdie worte des artikels greifen nicht, nicht bei mir. die wenigen sätze über die grausamkeit des genozids klingen nicht nach, bleiben leer. genasuso verhält es sich bei mir mit dem gezeigten bild. einige kreuze symbolisieren das grauen - ein allgemeinplatz ohne wirkung, jedenfalls nicht bei mir.kann man das grauen in ruanda in worte oder bilder fassen? wer sich die videos auf youtube ansieht, wer sich eingelesen hat, wer weiss, wie dieser genozid funktioniert hat, zweifelt. wie müsste eine kunst sein, die diesem 100tägigen massenmassaker gerecht würde? ich weiss es nicht. ich habe es versucht, auch ich. mein entstandenes gedicht (englisch) findet sich als video in meinem profil. es ist ein versuch, mehr nicht, nicht weniger. Weitere Artikel
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