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Was es bedeutet, täglich in der Presse zu sein!

Bernhard Wiesbeck

Erstellt: 01.08.2012 09:44 Uhr

Haben Sie sich schon mal über zu wenig Presse beschwert? Schreiben Sie doch mal jeden Tag einen Artikel über sich und Ihre Arbeit. Also etwas das Ihre Leser, Fans, Freunde und die Allgemeinheit interessieren sollte. Am wievielten Tag bekommen Sie Probleme, etwas wirklich Neues und Spannendes über sich zu berichten?

Jeder Mensch wird täglich mit unzähligen Informationen eingedeckt, die uns über Radio, Fernsehen und Presse erreichen. Dazu kommen tausende von Werbeanzeigen auf Litfaßsäulen, Einkaufstüten, Getränkebechern. Wir bekommen Prospekte, Flyer und Broschüren in die Hand gedrückt.

Man versucht alle unsere Sinne zu erreichen. Parfümwolken in Kaufhäusern, Videosequenzen auf Flat Screens, Werbedurchsagen, Kostproben und Aufforderungen zum Anfassen. Dann ist da ständig eine Geräuschkulisse, der wir ausgesetzt sind, angefangen bei Straßenlärm und Kindergeschrei. Wir telefonieren, hören zu, überreden, überzeugen, argumentieren.

Neben all diesen äußeren Einflüssen, sollen wir nun täglich über die Presse auf uns aufmerksam machen. Müssen wir dazu lauter, ausgefallener, erotischer, markanter oder schriller sein?

Es beginnt damit, dass wir nach ein paar Tagen gar nichts mehr über uns zu sagen hätten, was nicht in der Masse an tagtäglichen Informationen unter gehen würde.

Wann passiert in unserem Leben etwas Neues und Weltbewegendes, das es Wert wäre, es mit allen zu teilen. Dabei ist Pressearbeit genauso wichtig, wie unsere tägliche Arbeit. Wir machen doch täglich etwas. Erschaffen etwas oder sind das nur Routinearbeiten, für die sich eh niemand interessiert?

Sollten wir wirklich in den täglichen Strom von Desinformationen eintauchen und unsere Umgebung mit Nachrichten bombardieren?

Ja! Das ist die Welt, in der zu leben wir uns ausgesucht haben. Stellen Sie sich vor, Sie leben auf einer kleinen abgelegenen Insel. Im Laufe der Zeit bekommen Sie das Gefühl, dass Sie keinen Anteil mehr am Geschehen haben. Sie sind auf einem Abstellgleis gelandet.

Denn genau das, was da täglich auf uns einströmt, empfinden wir als Puls der Zeit, in dem zu leben wir uns wohlfühlen.

Deshalb berichten Sie täglich über sich und Ihre Arbeit, denn Sie werden weder täglich gelesen, noch täglich wahrgenommen. Sind Sie aber ständig in der Presse, werden Sie über kurz oder lang zum Zeitgeist ohne den zu leben, es sich die meisten Menschen nicht vorstellen können.

Zu Pressearbeit zählen mittlerweile auch tägliche Postings in Netzwerken, auf Blogs, sowie Statusmeldungen. Werden Sie Ihr eigener Pressechef und machen Sie sich öffentlich.

01.08.2012 Bernhard Wiesbeck

Gerwin Gilke

Erstellt: 01.08.2012 11:42 Uhr

Lieber Leser, ich gebe dem Gedanken vollkommen recht. Onwohl wir von vielen Informationen "überschwemmt" werden, ist es dennoch notwendig häufig präsent zu sein.
Dadurch viele Menschen zu erreichen, es liegt in der Natur des Menschen neugierig zu sein. Was auch gut so ist, allerdings sehe ich immer häufig das diese Neugier "ausgenützt" wird um Ziele zu erreichen.
So manches mal werden Veröffentlichungen nur nachgemacht, selbst in Zeitungen ist häufig der Fall des "Abschreibens/kopierens" zu finden (einschließlich der Fehler).

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